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Im April 2006 hatten die Ukrainer, die kleine Gemeinde Bernau im Hochschwarzwald fest im Griff. Kaum ein Hof der nicht ukrainisch besetzt war. Ziel dieser freundlichen Übernahme war ein Kulturaustausch, der sich in Wort und Bild niederschlug.
Zwei Wochen arbeiteten ukrainische Maler und Schriftsteller gemeinsam mit deutschen Kollegen in Bernau-Hof um die Gemeinde aus ihrem Winterschlaf zu schütteln. Unter der Schirmherrschaft des Generalkonsulats der Ukraine, in Partnerschaft mit dem Hans-Thoma-Museum Bernau und der Stadt Freiburg wurden zwei Wochen lang Lesungen gehalten, gemalt, gewandert, Bilder besprochen, Hans Thoma neu beleuchtet,wanderten die Blicke von Ost nach West und von West nach Ost. Die Künstler besuchten Ateliers der ortsansässigen Kollegen und es wurde gemeinsam gearbeitet. (Maler: Mykhailo Demtsiu, L'viv, Ukraine und Sigrid Torff-Behrens, Städelabsolventin, Frankfurt/Main)
Wichtigster Bestandteil des Projektes war die Einbeziehung der Bernauer Bürger. Stürmt die Ateliers, hieß es, denn sowohl die Bernauer Künstler als auch die Gäste öffneten ihre Ateliers für neugierige Besucher. Für die Gäste wurde der Skilift Bernau-Hof angemietet, der gleichzeitig offener Anlaufpunkt für Gespräche und Austausch war. Viele der Bauernhöfe wurden einbezogen, indem sie entweder Künstler beherbergten bzw. im Rahmen der "Hofer Tischgespräche" für die Künstler mit den Hofer Bürgern ein badisches Gericht auf den Tisch brachten.
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