PROJEKT KERAMISCHES ZENTRUM
Experiment vom Bild zur Keramik




Im März 2003 startete das Experiment vom Bild zur Keramik im Keramischen Zentrum Höhr-Grenzhausen/Westerwald (Staatliche Fachschulen für Keramikgestaltung und Keramiktechnik).
Ziel des Keramikprojektes war es, die ausdrucksstarken Farben in der Öl- und Aquarellmalerei von Mykhailo Demtsiu auch in der keramischen Arbeit zu bewahren. Durch den Brand verlieren die Farben an Intensität, vor allem bei Gebrauchskeramik ist es schwierig intensive Farben zu erzielen. Das Auftragen der Farben erfolgte nach einer vorliegenden Farbpalette, denn erst durch den Brand entwickeln die Farben ihr endgültiges Aussehen. Zudem darf im Gegensatz zur Ölmalerei nicht dick aufgetragen werden, da dann unter der Glasur Blasen entstehen und die Bemalung aufplatzen kann.
Die in den insgesamt 4 Wochen Arbeit im Zentrum entstandenen Stücke wurden mit den thematisch verwandten Arbeiten in Öl und Aquarell im Keramikmuseum Westerwald ausgestellt.

Austausch mit den Studenten

Während der gesamten Projektzeit haben sich die Studenten und Mykhailo Demtsiu rege ausgetauscht. Für die Studenten war der künstlerische Ansatz neu, für den Künstler das Material und das "blinde" Malen, denn die verwendeten Farben verändern sich während des anschließenden Brennens im Ofen stark.


Neugierde auf beiden Seiten

Relief mit Engoben

Mykhailo Demtsiu arbeitet in seinen Ölbildern sehr pastös. Die Bilder scheinen teilweise dick geschichtet wie Reliefe. Und genau die umgekehrte Technik fand er bei den sehr schamotthaltigen und damit groben Tonplatten wieder. Nur zögerlich hatte er zugestimmt, anstatt dem vorgebrannten Material sich der rauhen und noch feuchten Platte anzunehmen. Zu weit weg vom geliebten Aquarellpapier und weißer Leinwand. Der Moment, in dem er seine Reliefarbeit im Negativ wiederentdeckte, entführte ihn aus dem Jetzt und er vertiefte sich unansprechbar in das neue Ausdrucksmittel - der Keramik.


Arbeiten in die Tiefe

Men at work

Die Meister des Tons und des Feuers aus dem Keramischen Zentrum. Auch mit den ortsansässigen Künstlern fand immer mal wieder ein kleiner Plausch statt, Tipps wurden ausgetauscht und neugierig nach dem Brand gemeinsam die Ofentür geöffnet, um das Ergebnis der Arbeit zu begutachten!


Stolz auf das Ergebnis


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